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Einfach ist genau genommen ziemlich kompliziert – Apples neues Flat-Design

Dez 18, 13 • Allgemein1 CommentRead More »

Eine App für Apples iOS 7 zu portieren, ist viel mehr, als weiße Hintergründe zu platzieren und Icons auszuwechseln. Vielmehr gilt es, das neue Design-Paradigma so zu adaptieren, dass Ordnung und Struktur in die komplexen Anwendungsmöglichkeiten der Apps gebracht werden und der Fokus auf das Relevante gerichtet wird.

Unter iOS 6 versuchten die Entwickler durch Texturen, benutzerdefinierte Oberflächen und individuelle Bedienbarkeit zu punkten, nicht immer zum Vorteil der Endanwender. Mit iOS 7 soll das Benutzererlebnis nicht durch Texturen und Skins definiert werden, sondern über den Inhalt. Und davon soll nicht abgelenkt werden.

Ease of use

01.Ease Of Use Benutzer sollen bei der Navigation zwischen den Sichten innerhalb einer Applikation nicht den Kontext verlieren. Unter Zuhilfenahme von transparenten Ebenen und Tiefenstruktur werden Orientierungshilfen geschaffen und das Auge des Benutzers stets geführt. Den Fokus auf die Benutzerführung erkennt man zum Beispiel an der Navigationsleiste in der Einstellungen-App von iOS. Der Seitentitel der Quellseite wird fließend zur Zurück-Schaltfläche der nächsten Seite animiert.

In der Kalender App bleibt der aktuell gewählte Tag immer im Blick. Der rote Kreis wird beim Zoom zwischen Jahres-, Monats- oder Wochenebene entsprechend animiert und neu platziert.

02.Ease Of UseKlare Typografie
Oberste Priorität hat das Schriftbild. „Helvetica Neue“ ist die systemweite Standardschriftart. Diese ist besonders gut auf den hochauflösenden Retina-Bildschirmen lesbar, welche bei Apple inzwischen der Standard sind.

Ferner haben Benutzer mit iOS 7 die Möglichkeit, systemweit die Schriftgröße zu justieren und den eigenen Bedürfnissen anzupassen. Aber anstelle einfach nur die Größe zu inkrementieren, wird mittels Dynamic Type intelligent zwischen den unterschiedlichen Ausprägungen (Light, UltraLight, Bold, …) der Schriftart gewechselt und die Abstände der einzelnen Zeichen kalibriert; der Inhalt bleibt immer gut lesbar.

Neue Icons braucht das Land

03.Neue Icons iOS6 04.Neue Icons iOS7Das neue App-Icon von Cubeware besitzt keinen Gradient-Verlauf im Hintergrund mehr und auch auf die Streifentextur wird verzichtet. Alles ist im schlichten Cubeware gelb gehalten. Dieser Farb-Code ist der sogenannte Tint Color der BI App. Dies bedeutet, dass diese Farbe sämtliche interaktiven Steuerelemente innerhalb des Programms hervorhebt.

Auch der Radius hat sich deutlich vergrößert. Dieser richtet sich nach der Vorlage die Apples hauseigene Software berücksichtigt, und selbst im Produktdesign Anwendung findet. Dies erhöht den Wiedererkennungswert über Software- und Produktgrenzen hinaus (siehe Mac mini).

05.Neue Icons Grid 06.Neue Icons Mac mini

 

 

 


Text statt Bild

Anstelle von Icons wird Text verwendet. Beispielsweise verwendet man statt einer klassischen Schaltfläche mit Rahmen sowie dem Bild-Symbol einer Papierseite mit Eselsohr und grünem Plus-Symbol lediglich das Wort “Neu”.

An einem Beispiel aus der kommenden Version der Cubeware-BI-App soll das Prinzip einmal erläutert werden:

07.Text statt Bild iOS6 08.Text statt Bild iOS7

 

 

 

 

  • das vieldeutige Bild-Symbol weicht einem leicht verständlichen Text
  • durch Verzicht auf die Schaltfläche und dem damit verbunden Rahmen gewinnt man bereits 25% mehr Platz
  • der so gewonnene Platz wird für eine größere Schriftart verwendet und erhöht die Lesbarkeit

Ein einfacher Austausch sämtlicher Symbole durch Textfelder hingegen ist nicht zielführend. Die aktuelle Bildsprache ist ein gewachsenes Konstrukt und lässt sich nicht vollständig ersetzen. So ist auch heute noch die Diskette das allgemein anerkannte Symbol für Speichern, obwohl die wenigsten von uns sie in den letzten zehn Jahren verwendet haben dürften. So wird in der iOS7-Version der Cubeware-App für das Teilen weiterhin das allgemein anerkannte Symbol verwendet und auf eine Ersetzung durch Text verzichtet.

09.Text statt Bild Share iOS6 10.Text statt Bild Share iOS7

 

 

 

 

Doch nicht nur am Design hat sich etwas getan. Neue Features von iOS 7 sprechen verstärkt Business-Anwender an. Wie? Das erfahren Sie im Beitrag „Apple geht auf Unternehmen zu“.

11.iOS7 App ipad

von Christian Deckert, Produktentwicklung

One Response to Einfach ist genau genommen ziemlich kompliziert – Apples neues Flat-Design

  1. Hans Ebert sagt:

    Hallo Herr Deckert,

    aus meiner Sicht sind die neuen Flat-Designs und Dialog-Elemente bei Apple weiter zu fassen, da Apple insbesondere in den Designs seines iBooks Author Tools Hinweise gibt, wie zukünftig nicht nur E-Books dialogorientiert und interaktiv erstellt und produziert werden sollen. Die typische App wird bei Apple immer mehr zu einer Interaktionsfläche für das schnelle Erfassen von Inhalten und Ergebnissen. Meiner Meinung nach werden sich diese Flat-Designs immer mehr den Implementierungen der aktuellen SiFi-Filmen mit ihren Groß-Flat-Bildschirmen anpassen. Es kommt nicht darauf an Bedienelemente und Informationen klar und eindeutig anzuordnen, sondern vom Nutzer und Anwender anordnen zu lassen, damit interaktiv eine Context-Dialogsteuerung entstehen kann.

    Grüße
    Hans

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