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BI-Trends 2014: Was sagt „Google“ dazu …

Apr 2, 14 • AllgemeinNo CommentsRead More »

In vielen Bereichen gilt die Suchhäufigkeit bei Google als guter Indikator für Entwicklungen oder gar als Vorhersage künftiger Entscheidungen. Seien es die Gewinner der kommenden Oscar-Verleihung, die Ausbreitungsgeschwindigkeit von Grippewellen oder Kursschwankungen an der Börse. Längst haben Medien, Analysten, Forscher und viele mehr die über 100 Milliarden Suchanfragen pro Monat über Google für sich entdeckt. Dass dabei die genauen Vorhersagen nicht wirklich immer zutreffen, erklärt sich in vielen Fällen von selbst, kann doch eine rein quantitative Auswertung von Suchanfragen nicht gleichgesetzt werden mit einer Jury-Entscheidung wie beim Oscar. Für die reine Trendprognose ist die hinter den Suchanfragen stehende Relevanzvermutung aber durchaus zu bejahen.

Anfang des Jahres wurde „Google“ zu den aktuellen Top-Themen der Business Intelligence befragt – mit interessanten Ergebnissen.

Google-Trend-Grafik

© Copyright 2014 NetSkill AG

Folgt man der rein quantitativen Analyse der Suchanfragen, scheint der erste Hype um das Thema Cloud BI nachzulassen. Die Vermutung liegt nahe, dass dies auch im Zusammenhang mit dem öffentlichkeitswirksamen NSA-Skandal steht. Das Bekanntwerden der ersten Details im Juni 2013 deckt sich auch zeitlich mit der negativen Entwicklung innerhalb der Google-Trends. Die mit Nachdruck betriebene Sicherheitskampagne von Datenbank-Herstellern und Rechenzentrumsbetreibern hat bisher scheinbar also noch keine Früchte getragen. Erst wenn das Vertrauen an diesem Punkt wieder hergestellt ist und sichere(re) Lösungen am Markt akzeptiert wurden, ist hier mit einer Entspannung zu rechnen. Schließlich hat gerade im BI-Umfeld das Thema „Data Governance“ und „Datensicherheit“ höchste Priorität.

Das Thema Mobile BI ist endgültig in den Unternehmen angekommen. Dies signalisiert auch die Stabilisierung der Suchanfragen auf einem sehr hohen Niveau. Smartphones und Tablets gelten längst nicht mehr als Manager-Spielzeuge. Viel mehr hat sich das Bewusstsein durchgesetzt, dass mobile Business-Intelligence-Lösungen nicht nur eine andere Form der Informationsdarstellung sind, sondern ganz eigene Anwendungsfälle und neue BI-Prozesse in Unternehmen bedient. Neben der eher fachlichen Auseinandersetzung stehen mobile Entwicklungsfragen, Auswahlkriterien und die Funktionalitätstiefe von BI-Apps im Fokus des momentanen Diskurses. Native Apps oder Entwicklung auf HTML5-Basis – das ist hier zurzeit die Frage. Schaut man sich aktuelle Zahlen zur Betriebssystem-Durchdringung in der Business-Welt an, kommt man nicht umhin – im Unterschied zum Consumer-Markt – eine „iOS first“-Strategie zu empfehlen, die sich nativ mit den gerätespezifischen Besonderheiten auseinandersetzt. Ganz besonders jetzt, wo sich Apple weiter den Bedürfnissen von Unternehmen annähert. Natürlich sollte aber das Ohr am Markt in Sachen Android und Windows 8 nicht fehlen.

Der Bedarf an Big-Data- und Predictive-Analytics-Lösungen nimmt immer weiter zu. Ging es lange Zeit um rein technologisch getriebene Themen in diesem Bereich, standen nicht zuletzt auf der CeBIT vor allem die fachlichen Lösungen und Anwendungsszenarien im Mittelpunkt des Interesses. Auch immer mehr Unternehmen in DACH setzen sich mit den Vorteilen und Herausforderungen auseinander. Dabei spielt die Verbindung der „klassischen“ BI-Strategie mit Big-Data-Analysetechniken eine bedeutende Rolle. Immer wichtiger in diesem Zusammenhang werden integrative, skalierbare und einfach zu bedienende BI-Plattformen, die von Anfang an die Anbindung weiterer Quellsysteme mitbedenken und dadurch flexibel auf die Bedürfnisse von datengetriebenen Unternehmen und der Fachanwender reagieren können – ohne die interne IT außenvorzulassen.

Die tiefergehende Einbindung der Endnutzer in den Analyseprozess, genannt Self-service BI, ist ein Thema, das mal mehr mal weniger präsent in den Diskussionen ist – dies lässt sich auch sehr gut an den Suchanfrage-Schwankungen ablesen. Fakt ist, Self-service BI ist im Zuge der „consumerization of IT“ ein wichtiges Thema geworden. Immer bedeutender ist der einfache und schnelle Zugriff auf Informationen sowie das selbstständige Fahren von Analysen in den Fachbereichen. Auch Gelegenheitsnutzer von BI-Tools sollen in die Lage versetzt werden, dies ohne Hilfe der IT zu tun. Doch sollten sich Unternehmen bewusst sein, dass dadurch der Single-Point-of-Truth unter Druck gerät. Es sei denn, es werden rechtzeitig Vorkehrungen getroffen, die zum einen, den einzelnen Anwendern schnelle Hilfe versprechen, zum anderen aber gleichzeitig die unternehmensweite Informationsgrundlage sicherstellen.

FAZIT

Gerade das Thema Predictive Analytics birgt Potentiale für Wachstum, sind doch bisher nicht sehr viele Unternehmen mit der Thematik vertraut. Im Bereich Mobile BI wird es zu immer mehr Projektabschlüssen kommen, steht doch das Thema ganz weit oben auf der „Haben-Wollen-Liste“ sowohl von BI-Einsteigern als auch von BI-Profis. Spannend wird hier sein, welche Betriebssysteme sich langfristig in der Geschäftswelt neben iOS etablieren werden. Big Data und Self-service BI wird uns auch im kommenden Jahr weiter begleiten. Bei Cloud BI bleibt abzuwarten, wie die Resonanz am Markt ist.

An dieser Stelle bleibt mir also nichts weiter zu sagen als „Alle Angaben ohne Gewähr!“ – oder hat Leonardo DiCaprio am Ende doch noch den Oscar für den besten männlichen Hauptdarsteller gewonnen …

(7) Ventana Research http://tonycosentino.ventanaresearch.com/tag/birt-analytics/

 

Christian Kleih, MarCom Manager, Cubeware

 

 

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