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Apple geht auf Unternehmen zu

Jan 8, 14 • Allgemein2 CommentsRead More »

Mit der neuesten Auflage von iOS 7 geht Apple einen weiteren Schritt auf Unternehmen zu. Einige der neuen Features sind dezidiert für Business-Anwender gedacht und werden von Apple auch explizit so beworben (http://www.apple.com/ios/business/). Apple ermöglicht IT-Abteilungen mit den Neuerungen eine größere Kontrolle über die unternehmensweit verwendeten iOS-Geräte. Weitere Funktionen richten sich zwar auch an Privatanwender, haben aber ebenfalls Auswirkungen auf die Verwendung in Unternehmen.

Hier hast Du’s!

Mit AirDrop hat Apple die Möglichkeit geschaffen, schnell und einfach Dateien auszutauschen – ohne Umweg über Cloud-Speicher oder Email. Nicht einmal ein Wifi-Netzwerk wird benötigt. Damit reagiert Apple auf das bereits auf Android-Geräten vertretene Feature Android Beam beziehungsweise S Beam. Die Datenübertragung erfolgt via Wifi-Ad-hoc-Service direkt zwischen iOS-Geräten mit AirDrop. Interessant ist der Fakt, dass die Daten verschlüsselt übertragen werden (http://www.citeworld.com/mobile/22046/ios-7-airdrop-business-collaboration-security). Der Dokumentenaustausch zwischen Kollegen, Mitarbeitern oder Kunden könnte künftig zu einem großen Teil über AirDrop abgewickelt werden.

iPad+Air+-+iOS+7+-+landscape+-+09

Mach’s sicher!

Der mit dem iPhone 5s eingeführte Fingerabdruck-Scanner „TouchID“ ist aus Datenschutz-Sicht sicher diskutabel. Aber er ermöglicht es, die Hemmschwelle für die Verwendung eines Passworts im Gerät zu senken. Damit dürften auf lange Sicht mehr Geräte mit einem Passwort verschlüsselt werden. In Kombination mit den neuen Remote-Funktionalitäten dürfte dadurch die Gefahr, die von verlorenen iPhones ausgeht, gemindert werden. Kaum jemand weiß es besser als Apple, wie negativ sich der Verlust eines Firmengerätes auswirken kann (http://gizmodo.com/5520438/how-apple-lost-the-next-iphone).

Mach’s so!

Mit iOS 7 ist es nun auch möglich für das „Öffnen in“-Menü einer App die Liste der angezeigten Apps zu limitieren. In früheren Versionen des Betriebssystems war es grundsätzlich möglich, ein Dokument in jeder installierten App, die den Dateityp unterstützt, zu öffnen. Nun kann seitens der IT-Abteilung sichergestellt werden, dass ein Dokument nur in einer von der Firma freigegebenen App geöffnet wird und nicht mit einer privat gekauften App. Wesentliches Ziel der Funktion ist es, die Daten innerhalb der Welt der Managed Apps zu halten (http://www.citeworld.com/mobile/22544/iOS-7-single-sign-on-managed-app-configuration-per-app-vpn?page=0).

Sag’s mir verschlüsselt!

Das Erstellen einer VPN-Verbindung war auch schon früher auf Apples mobilen Endgeräten möglich. Aber erst mit der neuesten Iteration des Betriebssystems ist es möglich, einzelne Apps gezielt mit einer VPN-Verbindung zu versehen. Dies kann manuell oder automatisch beim Starten einer App geschehen. So lässt sich gewährleisten, dass einzelne Apps nur per VPN mit dem Firmennetzwerk kommunizieren können. Private Datenströme bleiben Außen vor. Dies funktioniert allerdings nur, wenn die App in ein Mobile-Device-Management-(MDM-)System eingebunden ist (http://www.mobileiron.com/de/l%C3%B6sungen/betriebssystem%C3%BCbergreifende-verwaltung/ios-7-verwaltung/funktionen-des-mobile-app). In Verbindung mit einer geräteweiten VPN-Verbindung können Nutzer nun eine Art Single Sign-On verwenden. Dies bedeutet, dass die Credentials lediglich einmal eingegeben werden müssen und über mehrere Apps hinweg verwendet werden können. Die Authentifizierung erfolgt mittels Kerberos und setzt daher ein entsprechend konfiguriertes Netzwerk voraus, daher wird in der Regel auch die geräteweite VPN-Verbindung notwendig sein. Nutzer können so aber die von ihrem Desktop-PC gewohnten Annehmlichkeiten bezüglich einer einmaligen Anmeldung nutzen (http://www.pcmag.com/article2/0,2817,2424581,00.asp).

Kauf Du’s!

Bisher standen Unternehmen beim Ausrollen von Apps für iOS-Geräte vor einem Kauf- und Lizenzproblem: Erst mit der Einführung des Volumen-Purchase-Programms wurde es möglich, Apps im Namen der Firma zu kaufen. IOS 7 erlaubt es nun auch, Lizenzen einem Mitarbeiter nach dem Verlassen des Unternehmens oder dem Wechsel der Position wieder zu entziehen oder neu zu verteilen. Inzwischen werden neben iOS-Apps auch Mac-Apps und Bücher aus dem iBooks-Store unterstützt (http://www.tuaw.com/2013/09/20/ios-7-benefits-to-business-and-enterprise/).

Apple hat die Notwendigkeit von Business-Lösungen erkannt und mit der neuesten Version des Betriebssystems einen wichtigen Schritt in Richtung Unternehmenslösungen getan. Viele neue Funktionen stehen aber nur im Rahmen von MDM-Systemen zur Verfügung. Damit pushen die Damen und Herren aus Cupertino die Einteilung in Managed und Unmanaged Apps für den privaten und geschäftlichen Gebrauch. Apple unterstützt damit weiterhin die Idee von „Bring Your Own Device“ (BYOD). Daher sollten alle App-Entwickler im Business-Umfeld darauf hin arbeiten, dass ihre App mit entsprechenden MDM-Systemen kompatibel sind. Alle anderen Unternehmen sollten die neue Iteration als Anstoß nehmen, sich eine dezidierte BYOD-Strategie zu überlegen.

Sie wollen wissen, was sich am Design von iOS 7 verändert hat? Dann sollten Sie den Beitrag „Einfach ist genau genommen ziemlich kompliziert“ lesen.

Autor: Christoph Hein, Produktmarketing

2 Responses to Apple geht auf Unternehmen zu

  1. Dissmal sagt:

    Passend zum Blog-Beitrag hier ein Artikel der Computerwoche:
    http://www.computerwoche.de/a/apple-geraete-draengen-in-die-unternehmen,2552296?r=2627699112230334&lid=299124&pm_ln=84

    Wenn auch eher aus Hardware-Sicht. Aber wohl zwei Seiten derselben Medaille…

  2. […] Mit dem Kauf von Quickoffice und der anschließenden Integration in die bestehenden Google-Dienste hat Google einen weiteren Schritt getan, um Android für Geschäftskunden attraktiver zu machen (http://www.computerbase.de/news/2013-09/google-quickoffice-fuer-android-und-ios-jetzt-kostenlos/). Im Punkt, Geschäftskunden stärker in den Fokus zu rücken, darin sind sich die beiden Marktgrößen Apple und Google anscheinend einig (http://de.blog.cubeware.com/apple-geht-auf-unternehmen-zu/). […]

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